Veranstaltungen

Der ehemalige deutsche Botschafter in Afghanistan bei uns zu Besuch

Am 24. Januar 2017 war bei uns der ehemalige deutsche Botschafter in Afghanistan, Markus Potzel, zu Besuch. Die Veranstaltung „Krise in Afghanistan – was bedeutet das für uns?“ war bis zum letzten Platz besucht.

Markus Potzel schrieb danach in unser Gästebuch:

Vielen Dank für die Einladung zu einem sehr interessanten Gespräch zur aktuellen Situation in Afghanistan. Es ist gut zu wissen, dass  so viele Mitbürger wissen möchten, wie die Zukunft Afghanistans aussehen wird – ein Land, in dem nach wie vor deutschen Soldaten eingesetzt sind, deutsche Polizisten afghanische Polizisten ausbilden, deutsche Entwicklungshelfer Projekte umsetzen und sehr viel deutsche Steuergelder hinfließen. Ich bin optimistisch, dass dieses Engagement langfristig Früchte tragen wird und im Ergebnis mehr Afghanen in ihrem Land bleiben anstatt ihr Schicksal bei uns zu versuchen. Afghanistan hätte es verdient; wir helfen dem Land dabei.

Markus Potzel, 24.01.2017

Glas in großem Stil

„Ich habe ein ganz neues Verhältnis zum Glas bekommen“, meinte eine Teilnehmerin schon nach der Hälfte der Führung durch die Produktionsanlagen der Ardagh Glasfabrik. Die Firma, die im Neuenhagener Gewerbegebiet einen ihrer acht Standorte in Deutschland hat, ist ein „stiller Star“. Denn obwohl viele der rund 20 Besucher von BürgerBildungBrandenburg seit vielen Jahren in der Region Petershagen-Strausberg-Neuenhagen wohnen, war vielen die Ardagh Fabrik unbekannt. Seit 1995 produziert das Unternehmen hier Verpackungen aus Glas – Flaschen und Gläser für Würstchen, Rotkohl, Sekt oder Korn. Ganz nach Wunsch der Kunden.

Unglaubliche 1,1 Mio. Gläser werden hier pro Tag produziert. Mit moderner maschineller Technik und mit 150 Mitarbeitern. Uwe Schulze, der die Führung leitete, wies mit einem gewissen Stolz darauf hin, dass Glas gegenüber PET-Verpackungen nicht nur haltbarer ist, sondern auch keine Reaktion zwischen Verpackung und Inhalt stattfindet.

Ausgestattet mit Mütze, Brille und vor allem Ohrenstöpseln warf die Gruppe unter Leitung von Dr. Heide-Rose Brückner Blicke in den Schmelzofen, die Abtropfanlage, die Ausformung, Verpackung und das Lager. Hitzegrade von bis zu 60 Grad machen die Arbeit nicht gerade leicht. Die Kritik an Geruchsbelästigungen, die in der „Märkischen Oderzeitung“ zu lesen war, konnten die Besucher nicht bestätigen. Uwe Schulze warb für völlige Transparenz: „Sie können in jede Tür reinschauen, wenn Sie wollen. Sie können kommen, wann sie wollen, denn die Fabrik läuft jeden Tag, auch Weihnachten und Ostern“.

Natürlich ist auch der Glasprozess kostenoptimiert und steht im internationalen Wettbewerb. Minderwertige Ware wird aussortiert und wieder eingeschmolzen. Der Kunde verlangt Top-Qualität. Über 30 LKW holen an Wochentagen die großen Paletten ab. Nur eine Palette trägt 3.700 Gläser. Die riesige Halle bietet Platz für Millionen von Gläsern.

Die Bedeutung sortenreinen Recyclings wurde ebenfalls deutlich. In Neuenhagen wird weißes Glas produziert, obwohl technisch auch andere Farben möglich wären. Dabei wird ein erheblicher Anteil Recyclingsglas verwendet. Wenn Sie also das nächste Mal zum Glascontainer gehen – werfen Sie kein Grün- oder Braunglas in den Weißglascontainer. Und schauen Sie auf den Boden ihrer Gläser im Haushalt – wenn dort die Zahl „24“ steht, handelt es sich um ein Glas aus Neuenhagen.